Sonntag, 15. April 2018

Spring flashback: The Lionberry Shawl(ette)


This one is a super flashback: The Lionberry shawl(ette).
The pattern is by Narniel of Endor (free on Ravelry) and even though I am not huge a fan of yellows, I liked it immediately.
I knitted it about two years ago (might be three even), but never took photos of it. 

The first fine days of the year were a great opportunity to catch up on this, enjoying the sun, Banh Mi and a nice Ginger lemonade.




This was a typical Nadelninja project, my choice of yarn being impulsive rather than apt for the pattern. Apt for the weather it was back then: I remember knitting it during our annual visit to Galicia in late autumn and it was quite cold and rainy.
I used Rowan Alpaca Colour which is not a lace yarn at all. But it had just charmed me so much in the shop (the charm of the yarn …) with its softness and its beautiful colour so that my brain went into sleep mode and I bought two skeins, determined to use it for the Lionberry shawl.




In the end, the two skeins weren’t enough and I had to leave out a few rows in the last part of the pattern. (I don’t know which ones exactly, because I threw out my notes during our moving into the new apartment last august. Why would I do that? No idea. Ask my exhausted, close-to-a-nervous-breakdown self from last year…). Nevertheless, the result is beautiful, rather a shawlette than a shawl, but I love it. It’s soft and warm, perfect for spring days with that fresh wind, and the different tones of yellow are just delicious. Cheers!





Hier kommt ein Super-Flashback: Mein Lionberry-Tuch. Das Design ist von Narniel of Endor (auf Englisch gratis auf Ravelry) und obwohl ich kein besonders großer Fan von Gelb bin, hat es mir sofort total gut gefallen.
Ich habe es vor ungefähr zwei Jahren gestrickt (könnten auch drei sein), aber nie Fotos davon gemacht. Zeit, das bei den ersten Sonnenstrahlen, leckeren Banh Mi und Ingwer-Limo nachzuholen.




Es war so ein typisches Nadelninja-Projekt, denn meine Garnwahl war eher impulsiv als tatsächlich für die Anleitung geeignet. Für das Wetter damals allerdings schon: Ich erinnere mich noch, dass ich das Tuch während unseres jährlichen Galicien-Besuchs im Herbst fertiggestrickt habe und es ziemlich ungemütlich war. Ich habe Rowan Alpaca Colour verwendet, das jetzt nicht gerade ein Lace-Garn ist. Aber es hatte mich im Laden mit seiner Weichheit und seiner herrlichen Farbe verzaubert (der Charme des Garns …), sodass mein Hirn kurz in Stand-by gegangen ist und ich zwei Stränge gekauft habe, fest davon überzeugt, daraus das Lionberry-Tuch zu stricken.



Am Ende haben die zwei Stränge nicht gereicht und ich musste im hinteren Anleitungsteil ein paar Reihen auslassen. (Welche genau, weiß ich nicht mehr und bei unserem Umzug letzten August sind meine Notizen dazu rausgeflogen. Warum? Keine Ahnung, fragt mein total fertiges, kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehendes Ich von damals.) Trotzdem ist das Ergebnis wunderschön geworden, ein kleines Tuch halt, aber ich liebe es trotzdem. Es ist wunderbar weich und warm, perfekt für Frühlingstage mit diesem noch kühlen Wind. Und die changierenden Gelb-Töne sind einfach zum Dahinschmelzen. Prost!




Donnerstag, 5. April 2018

Dieschor-Nobby


Es gibt Projekte, die schnell gemacht sind, aber eine ellenlange Vorgeschichte haben. Dieses ist so eins. Das Märchen von den Dieschor-Nobbys geht so:
Es war einmal eine junge Frau namens Sonja. Sie wollte Ihrem Freund zu Weihnachten gerne ein Paar Socken stricken und kaufte dazu bei Buttinette dieses Sockengarn der Hausmarke im Tigerlook. (Ob das so angepriesen war, weiß ich nicht, aber wir waren uns einig, dass es definitiv was von Raubkatze hat.)
Sie begann also tapfer auf dem Nadelspiel die erste Socke zu stricken. Und strickte. Und strickte. Weihnachten kam. Und ging. Sonja strickte immer noch an der ersten Socke. Die Nadeln waren so klein und warum hat der Mann denn auch so riesige Füße?! (Größe 42,5 kann einem sehr groß vorkommen, wenn man das nicht gewohnt ist. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht.) Weihnachten war schon sehr lange vorbei, da pfefferte Sonja die halbfertige Socke frustriert in die Ecke, gab den Plan auf und beschloss, dass das mit dem Sockenstricken einfach nicht ihr Ding ist.



Dann erinnerte sie sich an ihre Freundin Katja. Katja (das bin ich) strickt gerne und ausdauernd. Auch Socken. Also ribbelte Sonja alles auf und schenkte mir die Wolle in der Hoffnung, dass ich dann wenigstens etwas Sinnvolles damit anfange.
Natürlich habe ich mich nicht lange bitten lassen und auch beschlossen, die Socken dem ursprünglich zu Beschenkenden zukommenzulassen. Das Multicolor-Garn ergibt ja schon ein Muster, aber ich habe trotzdem noch etwas gesucht, was dem Ganzen ein Bisschen Struktur gibt. Sonst langweile ich mich ein Bisschen ... In meinem Berg von Sockenanleitungen habe ich dann Nobby von Gudrun Neumann-Mack
gefunden, ein schönes Strickmuster mit wellenförmigem Detail, das sich vom Schaft bis zum Fersenkäppchen zieht - interessant zu arbeiten und nicht zu kompliziert, sodass man es trotz der wilden Streifen gut erkennen kann.


Der Anleitung und der Strickschrift konnte man wirklich gut folgen und auch die Verwendung eines Nadelspiels statt Rundstricknadeln war kein Probloem. Allerdings wäre ein Bisschen mehr Konzentration auf meiner Seite doch angebracht gewesen: Erst bei den Abnahmen für die Spitze habe ich festgestellt, dass ich auf der Oberseite ein falsches Muster gestrickt habe. Statt der Strickschrift korrekt zu folgen habe ich einfach das Bündchenmuster weitergestrickt. Und dabei steht noch drin "Bitte Anleitung vor Beginn genau lesen." *facepalm*

Naja, auch Wurscht. Auftrennen kam nicht in Frage, also hab ich die Spitzenabnahmen ein Bisschen improvisiert und die zweite Socke dann genauso gestrickt. Sie sind trotzdem sehr schön geworden.

Vor und nach dem Spannen
Das war auch  das erste Mal, dass ich tatsächlich einen Sockenspanner verwendet habe. Selbstverständlich besitze ich ein solches Gadget nicht und war auch zu faul eins zu kaufen. Selbst ist die Frau! Aus einem Versandkarton und Klebeband ist das auch ganz fix selbst gemacht. 


Glücklicherweise hat mein Mann dieselbe Schuhgröße wie Nobbys neuer Besitzer, also habe ich ein Paar seiner Stricksocken als Vorlage genommen, den Umriss des Fußteils auf die Pappe übertragen, ausgeschnitten und dann mit Paketklebeband umwickelt, damit es nicht durchweicht. Nach dem Spannen sah der Fußteil vom Dieschor-Nobby auch viel besser aus.

Pünktlich zum Geburtstag war schließlich alles fertig und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende.


Freitag, 23. März 2018

On dance. - My Beatnik jumper


Is there anything more stylish than a great cable work and a boat neck? Is there anything that works better with an A-line mini skirt to give you that 60s flair. I don’t think so. Which is why I am so happy with the outcome of my Beatnik jumper!
The pattern is by Norah Gaughan for Knitty. Surely everyone knows it by now, the design is from 2010, but the classic fisherman cables and the slightly retro shape make it absolutely timeless.
I’m so in love and every time I wear it, there is some serious Jacques Dutronc going on in my head. :)





I used Katia Classic Merino in a beautiful ruby colour. The yarn was fun and very easy to knit with, 50% merino and 50% acrylic - not my first choice to be honest, I’m more of a 100% natural fibres kinda girl, but the yarn was a gift and there is really nothing wrong with it. According to the label it can even be tumbled and … tshang tshang … go in the dryer. I don’t think I’ll try that though.

My yarn was a little less bulky than the one suggested in the pattern and I could not solve this by simply going up a needle size. However, I don’t despair when facing this insignificant kind of problem and just knitted one size bigger using the length/height indications for my normal size when indicated in inches. With this pattern that worked perfectly. I just shortened the jumper by knitting an inch less in the lower part before the waist shaping. The fit is a little more figure hugging and the boat neck is not that, but so what? I totally dig the 3/4 length sleeves as well.



The cable work was interesting enough to keep me at it, but not complicated enough to glue me to the instructions in order not to lose myself. A really fun thing for train rides and an entire season of “Miss Fisher’s Murder Mysteries”.

The only “off-putting” thing about this project was that it took me forever to block it. First, I wasn’t that motivated (I’m really not a fan of blocking.), then did not have enough space to block all parts at once, and finally, it took the yarn forever to dry properly. I really don’t know why, but I had each batch sitting there for about a week. The jumper will go in the wash now and I’m curious how long it takes until I can wear it again. And I really really want to!





Anyway, when the blocking was finally done, finishing it was went more quickly than usual. I’m also not a big fan of assembling, but maybe the long waiting period before worked. So right when the last stitch was dry, I closed the shoulder seams and started setting in the sleeves - least fun part always. Luckily the seed stitch is very forgiving and it wasn’t that hard to attach the sleeves properly. The rest was a piece of cake and after putting it on for the first time, I didn’t want to take it of.



Gibt es etwas stylisheres als ein tolles Zopfmuster und einen U-Boot-Ausschnitt? Gibt es irgendetwas, das besser zu einem ausgestellten Minirock aussieht und ein Bisschen 60s ins Outfit bringt? Wenig. Deswegen bin ich sehr glücklich mit dem Ergebnis meines Beatnik-Pullis.
Das Design ist von Norah Gaughan für Knitty. Ich glaube, das ganze Internet kennt es mittlerweile, denn es ist von 2010, aber das Zopfmuster und die Retroform machen den Pulli einfach zeitlos. Ich bin regelrecht verliebt und habe jedes Mal, wenn ich trage, einen äußerst hartnäckigen Jacques-Dutronc-Ohrwurm. :)

Ich habe Katja Classic Merino in einem schönen weinrot verwendet. Es war einfach zu verstricken, in der Zusammensetzung 50% Merinowolle und 50% Polyacryl - nicht meine erste Wahl, wenn ich ehrlich bin. Ich mag lieber 100% Naturfaser, aber ich habe das Garn geschenkt bekommen und es gab auch tatsächlich überhaupt nichts daran auszusetzen. Laut Etikett darf es auch geschleudert werden und … tschang tschang … in den Trockner! Ich werde das aber wohl nicht ausprobieren…





Mein Garn war feiner als das, das in der Anleitung verwendet wird, und ich konnte das auch nicht durch eine größere Nadel ausgleichen. Natürlich bin ich niemand, der angesichts solch schnöder Hindernisse verzweifelt. Also habe ich einfach nach den Angaben für eine Größe größer gearbeitet und dort, wo die Länge/Höhe in Inches angegeben war, eben die meiner eigentlichen Größe genommen. Hat mit dieser Anleitung perfekt funktioniert. Ich habe den Pulli ein Bisschen gekürzt, indem ich vor den Taillenabnahmen ein Inch weniger gestrickt habe. Er ist ein Bisschen anschmiegsamer und der U-Boot-Ausschnitt ist nicht ganz so weit, aber was soll’s… Die Dreiviertelärmel sind Spitze.

Das Zopfmuster war anspruchsvoll genug, um mich bei Laune zu halten, aber nicht so schwierig, dass ich ständig im Strickmuster kleben musste. Sehr angenehm für Zugfahrten und eine ganze Staffel “Miss Fisher’s Murder Mysteries”.

Das einzig “Anstrengende” war, dass es gefühlt ewig gedauert hat, bis ich den Pulli gespannt hatte. Zunächst war ich nicht so motiviert (Ich bin kein Fan von Spannen, es ist eher eine etwas lästige Notwendigkeit.), dann hatte ich nicht genug Platz um alle Teile auf einmal zu spannen, und schließlich sind die Teile nur sehr langsam getrocknet. Ich habe keine Ahnung, warum, aber bei jeder Etappe hat es eine gute Woche gedauert. Ich werden den Pulli demnächst waschen  und bin sehr gespannt, wie lange es dauert, bis ich ihn wieder anziehen kann. Und ich will unbedingt!



Als das Spannen aber endlich ein Ende hatte, ging der Rest sogar schneller als sonst. Ich bin auch kein großer Fan vom Zusammensetzen, aber vielleicht hat es geholfen, dass ich vorher so lange warten musste. Sofort nach dem Trocknen habe ich also die Schulternähte geschlossen und angefangen, die Ärmle einzusetzen, was immer am wenigsten Spaß macht. Immerhin sieht man beim Perlmutter Unregelmäßigkeiten nicht so und es war auch nicht so schwierig, die Ärmel anständig anzunähen. Der Rest war Pillepalle und nach dem ersten Anprobieren wollte ich meinen neuen Pulli gar nicht mehr ausziehen.



Je ... suis un homme... responsable ... nana na na nana na...



Sonntag, 11. März 2018

A yarn frenzy - 12th Leipziger Wollefest



Last weekend the 12th Leipziger Wollefest took place, so I took the opportunity to visit my Mum and spend a day going crazy about yarn.
And crazy it was, my dear friends. We arrived on Saturday morning shortly after the fair opened and the line to enter was already (or still) about 1 mile long (or at least it felt like it). There were so many people it was basically impossible to take pictures of the booths. And there were so many such beautiful artsy-yarn brands! I admit I hadn’t realised how many great brands for hand-dyed yarn we have in Germany. Of course, the Wollmeise booth was absolutely crowded the whole time I was there, but I found some other treasures.
I had my list, but right at the beginning I caved and bought an incredible silk yarn from Ponderosa. The colour is called “Schöner Pfau” (beautiful peacock): a bright, vibrant turquoise. Unfortunately it was impossible to take a decent picture. The colour never looked like it actually does, so you have to imagine it. I don’t know what to knit with it yet, a shawl most likely (I mean, what else?!), but which one?





Then I found a nice Merino-Silk mix at the Fiber Passion booth. I was looking for a yarn to knit the Lobelia cardigan from Pompom magazine #4, and I think this one will look great. The colour is “Küstennebel” (coastal fog, which sounds weird in English, maybe “brume”? In Spanish it’s “bruma”, love the word!!). Can’t wait to start knitting. <3
And then I made another double tick on my list: I wanted a nice red/ruby/maroon yarn for my Agatha cardigan. I found it at the booth of a smaller yarn shop: It’s Rosy Green Cheeky Merino Joy. Yeah! I had wanted to buy some Rosy Green yarn because I like their policy. Again, the colour of the photo is only approximate to the real colour…




After discovering some more nice small German brands, I got weak at the Dibadu booth where I almost blew my budget. So much nice stuff! I wanted to get a camel/silk blend in a colour-way called “Eine Tasse Tee” (A cup of tea) but then didn’t find more colours to go with it (still thinking about that round-yoke jumper). So I pulled myself together and decided on a fingering-weight merino in the colour “Regenfront” (the internet says “front carrying rain”?). The weather was a bit of a theme it seems…
In the end I found this nice Spanish dragonfly fabric. The curious thing is that I had bought some half a year ago at Black Oveja in Madrid and got the last meter there. That’s a bit tight for a skirt, the fabric being only 1,10 m wide, so I was very happy to be able to get another one. :)

I also bought a sh…load of buttons. It doesn’t hurt to have a wide selection of buttons, does it?

Oh, I also had something awesome in the mail: My friend Maren @Häkelhexe has not only sent me a real(!) letter, but also made me some company for my working table. Now I have to find Baby Groot a comfortable pot.



Letztes Wochenende fand das 12. Leipziger Wollfetts statt, also habe ich die Gelegenheit genutzt, um mal wieder meine Ma zu besuchen und einen Tag mit frenetischem Wolle-Shoppen zu verbringen.
Frenetisch war nicht nur ich, sondern auch eine sehr große Menge anderer Leute. Es war schon ein Bisschen irre: Wir waren kurz nach Öffnung da und die Schlange am Eingang war noch/schon gefühlte zwei Kilometer lang. Es war so voll, dass es quasi unmöglich war, ein paar anständige Fotos von den Ständen zu machen. So viele tolle Indie-Wollmarken! Ich muss zugeben, ich hatte gar nicht auf dem Schirm, wie viele wunderbare Marken handgefärbter Garne wir in Deutschland haben. Selbstverständlich war am Wollmeise-Stand die ganze Zeit die Hölle los, aber ich habe noch eine Menge anderer Schätze gefunden.
Ich hatte eine Liste, aber gleich am Anfang bin ich schwach geworden und habe ein wahnsinnig tolles Seidengarn von Ponderosa gekauft. Die Farbe heißt “Schöner Pfau” und war leider unmöglich mit dem Fotoapparat einzufangen. Man muss es sich also vorstellen: ein kräftiges, leuchtendes Türkis.
Ich weiß noch nicht genau, was ich daraus machen werde, ein Tuch natürlich, aber welches?




Dann habe ich einen wunderschönen Merino-Seide-Mix bei Fiber Passion erstanden. Ich hatte etwas für die Lobelia-Jacke aus dem Pompom-Magazin Nr. 4 gesucht und glaube, das wird ganz toll. Die Farbe heißt “Küstennebel”. Ich kann es kaum erwarten, anzufangen. <3
Später konnte ich gleich zwei Dinge auf einmal abhaken: Ich habe eine Wolle in einem schönen (Dunkel-/Wein-)Rotton für meine Agatha-Strickjacke gesucht. Den habe ich am Stand eines kleinen Handarbeitsladens gefunden und es ist Rosy Green Cheeky Merino Joy. Juhu! Ich wollte schon länger Garn von Rosy Green kaufen, weil ich deren Konzept so toll finde. Auch hier ist die Farbe auf dem Foto leider nur ähnlich wie die tatsächliche…
Nachdem ich dann noch ein paar weitere großartige Marken entdeckt hatte, hat’s mich am Stand von Dibadu wieder erwischt und ich hätte fast mein Budget gesprengt. Wow, so tolle Garne und Farben! Ich wollte gerne einen Kamel-Seide-Mix in der Farbe “Eine Tasse Tee” kaufen, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich nichts gefunden habe, was gut dazu passte (Meine Gedanken waren wieder bei diesem Rundpassenpulli.). Dafür habe ich eine wunderbare feine Merino-Wolle in der Farbe “Regenfront” mitgenommen. Das Wetter war irgendwie Thema…



Am Schluss habe ich noch diesen schönen spanischen Libellen-Stoff erstanden. Lustigerweise habe ich solchen schon vor einem halben Jahr im Black Oveja in Madrid gekauft und dort nur den letzten Meter bekommen. Das ist ein Bisschen knapp für einen Rock (der Stoff ist nur 1,10 m breit), daher war ich sehr glücklich, noch einen Meter mitnehmen zu können. :)
Ich habe auch jede Menge Knöpfe gekauft. Es schadet nicht, eine gute Auswahl davon zu Hause zu haben, oder?


Oh, und dann hatte ich auch noch Post! Meine Freundin Maren, die Häkelhexe hat mir nicht nur einen Brief geschrieben (einen richtigen!), sondern mir auch Gesellschaft für meinen Arbeitstisch gehäkelt. Jetzt braucht Baby-Groot nur noch einen schönen Topf.










Freitag, 2. März 2018

Cleo - The Comfy Dress



This make is an old(er) one I never got around taking pictures of, not even for my tumblr. At the same time it’s such a loved piece! I wear it all the time because I just love that style and it is just sooo comfortable. My man-friend and I are actually calling it the “Comfy Dress” instead of it’s real name: Cleo.


I really like the Tilly and the Buttons patterns and have a few at home I am planning to sew, as well as one in the making at the moment. Tilly’s style just fits mine (or what I aim for) quite well: casual, a bit quirky, but (reasonably) well dressed at the same time, with a hint of 60s. I think it wouldn’t be an exaggeration if I said I have a huge crush on a few of her designs. I also had the pleasure of meeting Tilly in person last year at the H+H in Cologne and I have to say she is just delightful!





Okay, enough fan-girling, back to the dress. The dungaree style is, as I already said, a super comfortable fit. Also, as it is quite casual and roomy, not too much fitting needs to be done. I made a wearable muslin from a cheap black denim first (Very wearable indeed; there are times I just alternate the two Cleos.) in size 4. I am always between sizes, my upper body being 1-2 sizes smaller than my lower body. The muslin/denim version fits well, but is very roomy at the waist. So for this version in burgundy corduroy I graded the pattern using size 3 in the waist and size 4 in the hips. I shortened the hem by about 8 cm to obtain the mini length for my short legs.


The pattern is intended for beginners, and just so: The sew was super easy. I had also picked Cleo because I was stuck and very frustrated with another sewing project at that time (which did not work out at all) and I just needed a feel-good project.
For the facings I used a cute blue-and-white striped cotton from my stash which I also used for the “back” of the straps and as bias binding for the top pocket. I also used it -and here comes the fail- for some side seam pockets. Which obviously destroyed the shape of the straight skirt because they gape a lot, giving it more of a tulip shape. I had not foreseen that (on the muslin I used the intended patch pockets), thought it was a good idea and, well, learned the lesson. Nevertheless, I love the dress and have a nice, navy-blue, organic corduroy for another version - with patch pockets. :)







Dieses Kleid habe ich eigentlich schon vor einer Ewigkeit genäht, aber nie anständige Fotos davon gemacht, nicht mal für meinen Tumbler. Dabei liebe ich es wirklich und trage es ständig, weil ich den Stil einfach großartig finde und es sooo bequem ist. Mein Freund und ich nennen es seit Beginn tatsächlich nur “the Comfy Dress”, statt bei seinem richtigen Namen: Cleo.


Ich mag die Tilly-and-the-Buttons-Schnittmuster total gerne und hab diverse zu Hause, die auf meiner Nähliste stehen. Eins ist gerade in der Mache. Tillys Stil hat viel mit meinem eigenen (oder zumindest dem, was ich anstrebe) gemeinsam: casual, ein Bisschen geeky, aber gleichzeitig (ganz) gut angezogen mit einem Hauch von 60s. Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass ich in einige Designs geradezu verknallt bin. Letztes Jahr hatte ich auch das Glück, Tilly persönlich auf der H+H in Köln zu treffen, und sie ist einfach wundervoll!

 
Okay, genug Fan-Girling, zurück zum Kleid. Der Schnitt des Latzkleids ist wie schon gesagt einfach superbequem. Es ist von Natur aus eher lässig, sodass man gar nicht so viele Anpassungen vornehmen muss. Ich habe zunächst ein tragbares Probestück (Sehr tragbar! Manchmal trag ich einfach nur beide Cleos abwechselnd.) aus günstigem schwarzen Jeansstoff in Größe 4 genäht. Ich liege immer zwischen zwei Größen, weil ich obenrum 1-2 Größen kleiner trage als untenrum. Das Jeanskleid sitzt gut, aber in der Taille ist schon ziemlich viel Luft. 



Daher habe ich den Schnitt für die bordeauxrote Cord-Version angepasst: oben Größe 3 und in der Hüfte Größe 4. Bei beiden Versionen habe ich den Saum um ca. 8 cm gekürzt, um auch für meine kurzen Beine eine Mini-Länge zu erreichen.
Das Schnittmuster ist für Anfänger und war tatsächlich superleicht zu nähen. Ich hatte Cleo auch ausgesucht, weil ich damals mit einem anderen Nähprojekt (das dann auch in die Hose ging) nicht weiterkam und ziemlich gefrustet war. Ich brauchte einfach etwas, das mich glücklich machen konnte. Hat funktioniert.


 
Für die Blenden habe ich einen blau-weiß gestreiften Baumwollstoff aus meinem Vorrat verwendet, der auch für die Rückseiten der Träger und als Schrägbandabschluss für die Brusttasche zu Einsatz kam. Außerdem habe ich ihn auch -und hier kommt der Fail- für ein paar seitliche Eingrifftaschen genommen. Die haben den geraden Rock natürlich zerstört, denn sie stehen auf und geben ihm eher eine Tulpenform. Ich hatte das nicht bedacht (beim Jeanskleid habe ich die vorgesehenen aufgesetzten Taschen genäht), hielt Eingrifftaschen für eine gute Idee und hab nun meine Lektion gelernt. Ich liebe das Kleid trotzdem und habe noch einen tollen marineblauen Bio-Cord für ein weiteres Cleo-Kleid. Mit aufgesetzten Taschen. :)



Mittwoch, 14. Februar 2018

Coffee & Crafts Sunday

I’ve been feeling quite a bit under the weather lately, but last weekend something special happened to lift my spirits: We had our first Coffee & Crafts Sunday. And it was brilliant!
As many of my friends also are into crafts, I thought it would be nice to meet up regularly for the sole purpose of talking about knitting, crochet and sewing. Also, it is a good strategy to see each other more often in between work, kids (some of us) and all the other stuff. So from now on, we get together on second Sunday of every month to have coffee, chat and share our current projects.
The first issue was a success even though some people couldn’t make it due to sickness. Sanna brought a delicious red wine cake, we also still had a a part of the ginger bread loo (Yes!) she had brought another day, there was coffee and lots and lots of fun.


 
You wanna know what we were working on? Here it comes.
Having been a huge crochet fan for a long time, Maria is currently undertaking the second go at learning how to knit. She has successfully cast on and knitted the first rows of a seed stitch cowl for her daughter in a beautiful aubergine-coloured Merino yarn. I didn’t get around to taking a picture, but they will definitely follow as she is determined to learn a nice bind-off next time.
Sanna brought her gorgeous fair isle socks, a variation of the Finlandia socks by Novita (could only find this in Finish). I didn’t know they had free patterns on their website, and I’m browsing like crazy at the moment. The other thing my amazing Finish friend brought was a swatch. She’s trying to figure out which texture she likes for a blanket in this warm brown wool. The four of us skimmed a book Sonja had given me for my birthday: Flotte Maschen. It was a find in a second-hand bookshop in Leipzig and has advice on technique as well as quite a few patterns for textured knitting. The favourite was a kind of cabled diamond pattern. I’m looking forward to seeing it as a blankie.



I actually wanted to put together my Beatnik jumper, but in the end just closed the shoulder seems because I got a bit distracted… Sonja and I dusted my sewing machine and inaugurated the new sewing table to make a pineapple pin cushion (Say that 5 times in a row, but fast!).
We had found the instructions on Frau Scheiner’s homepage and just had to try it. Also, you need at least two (nice) pin cushions -one next to the machine, one next to the iron board- and we both were one short. (My other nice pin cushion is the one blue one in the middle of the messy table, my friend Maren made it for me.)
Admittedly, we cheated a bit and did not got for the patchwork part (because we’re both a bit impatient and there wasn’t that much time with all the coffee and cake). We just cut out the pieces from one fabric. Also skipped the interfacing, which maybe wasn’t such a good idea. I’m happy the fabric glue keeps my fabric from fraying. XD
Even though it is a bit of fiddly work sometimes, the result is a lot of fun and I am really happy to see it on my sewing table.


When we finished (or rather had to break apart), it was already dark, so sorry for the light in the pics. You have to work with what you got...


Pineapples galore!

In letzter Zeit bin ich irgendwie nicht so fit, aber das vergangene Wochenende hat die Moral definitiv gehoben: Wir hatten unser erstes Handarbeitskaffeekränzchen und es war einfach herrlich!
Viele meiner Freund*innen sind auch Handarbeitsfans und ich dachte, es wäre nett, uns doch regelmäßig einzig und allein zu dem Zweck zu treffen, über Stricken, Häkeln und Nähen zu reden. Außerdem sehen wir uns zwischen Arbeit, Kindern (einige von uns) und all dem anderen Kram wieder öfter. Also werden wir uns von nun an jeden zweiten Sonntag im Monat treffen, Kaffee trinken, quatschen und uns gegenseitig unsere neuesten Projekte zeigen.
Wir hatten zwar leider ein paar Ausfälle wegen Krankheit, aber Sanna hatte einen superleckeren Rotweinkuchen dabei, es war noch etwas von ihrem Lebkuchenklohäuschen (Ja, richtig gelesen!) übrig und wir hatten viel Spaß.


Sonja's supply bag

Und hier ist, was wir an diesem Nachmittag so getrieben haben:
Maria, leidenschaftliche Häklerin, hat ihren zweiten Versuch gestartet, Stricken zu lernen. Sie hat einen süßen Rundschal in auberginefarbener Merinowolle für ihre Tochter angeschlagen und erfolgreich die ersten Reihen im Perlmuster gestrickt. Es gibt leider keine Fotos davon, aber die werden nachgereicht. Denn Maria ist wild entschlossen, nächsten Monat zu lernen, wie sie den Schal abkettet.
Sanna hatte ihre wunderschönen Socken im Jacquardmuster dabei. Sie sind eine Abwandlung der Finlandia-Socken von Novita (hab ich leider nur in Finnisch gefunden). Ich wusste gar nicht, dass die Gratisanleitungen auf ihrer Website haben und browse gerade wie wild. Das zweite Projekt, das meine wunderbare finnische Freundin dabei hatte, war ein Probeteil. Sie sucht ein schönes Muster für eine Decke in dieser braunen Wolle. Zu viert haben wir ein Buch durchsucht, das mir Sonja mal zum Geburtstag geschenkt hat: Flotte Maschen, ein Fund aus einem Antiquariat in Leipzig. Darin gibt es neben Erklärungen zu verschiedenen Techniken auch diverse Strickmuster. Der Favorit war das Rhombenmuster. Ich bin gespannt, wie es als Decke aussieht. Ich kann es mir jedenfalls sehr gut vorstellen.



Sanna's twist on the Finlandia socks

Ich selbst wollte eigentlich meinen Beatnik-Pulli zusammensetzen, habe am Ende aber nur die Schulternähte geschlossen, weil ich ein Bisschen abgelenkt wurde… Sonja und ich haben meine Nähmaschine entstaubt und den neuen Nähtisch eingeweiht, um ein Ananasnadelkissen (Sagt das 5-mal schnell hintereinander!) zu machen.
Wir haben die Anleitung bei Frau Scheiner gefunden und mussten es einfach ausprobieren. Außerdem braucht man ja mindestens zwei schöne Nadelkissen -eins neben der Maschine und eins neben dem Bügelbrett- und uns fehlte jeweils noch eins. (Mein erstes schönes Nadelkissen hat mit meine Freundin Maren gehäkelt, es ist im Durcheinander auf dem Tisch zu sehen.)
Zugegeben, wir haben ein Bisschen geschummelt und den Patchwork-Teil übersprungen. (Wir sind halt beide ein Wenig ungeduldig und hatten bei dem ganzen Kaffee und Kuchen ja auch nicht sooo viel Zeit.) Stattdessen haben wir die Ananasteile einfach aus einem Stück Stoff ausgeschnitten. Wir habe auch keine Vlieseline aufgebügelt, was vielleicht eine mittelprächtige Idee war. Aber der Textilkleber sorgt dafür, dass mein Stoff nicht weiter ausfranst. XD
Es ist manchmal ein Bisschen Fuddelarbeit, aber das Resultat kann sich sehen lassen und macht mich jedes Mal sehr glücklich, wenn ich es auf meinem Nähtisch stehen sehe.


Als wir uns schließlich verabschiedet haben, war es schon dunkel, daher das unnatürliche Licht der Fotos. Sorry, man arbeitet halt mit dem, was man hat ...